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Brandschutz bei Veranstaltungen

Versammlungsstättenverordnung auf einen Blick

Die wichtigsten Punkte zum Brandschutz in Versammlungsstätten

Der Brandschutz ist Teil des Betriebs von Versammlungsstätten und damit in der Verordnung über den Bau und Betrieb von Versammlungsstätten, kurz Versammlungsstättenverordnung, noch kürzer: VStättV geregelt. Dazu gehören Versammlungsstätten:

  • mit Versammlungsräumen, die einzeln mehr als 200 Besucher fassen
  • mit mehreren Versammlungsräumen, die insgesamt mehr als 200 Besucher fassen, wenn diese sich Rettungswege teilen
  • im Freien mit Bühnen oder Freisportanlagen mit Tribünen, die keine fliegenden (d.h. auf- und abbaubaren) Bauten sind und insgesamt mehr als 1000 Besucher fassen
  • Sportstadien, die mehr als 5000 Besucher fassen

Die wichtigsten Punkte
der Versammlungsstättenverordnung

§ 19 Feuerlöscheinrichtungen und -anlagen

Versammlungsräume, Bühnen, Foyers, Werkstätten, Magazine, Lagerräume und notwendige Flure sind mit geeigneten Feuerlöschern in ausreichender Zahl auszustatten. Die Feuerlöscher sind gut sichtbar und leicht zugänglich anzubringen. In Versammlungsstätten mit Versammlungsräumen von insgesamt mehr als 1000 m2 Grundfläche müssen Wandhydranten in ausreichender Zahl gut sichtbar und leicht zugänglich an geeigneten Stellen angebracht sein. In größeren Veranstaltungsräumen mit insgesamt mehr als 3600 m2 Grundflächen, in Veranstaltungsräumen in Kellergeschossen oder mit offenen Küchen sowie in Foyers, durch die mehrere Rettungswege führen, müssen ggf. automatische Feuerlöschanlagen vorhanden sein.

§20 Brandmelde- und Alarmierungsanlagen

Räume mit mehr als 1000 m2 Grundfläche müssen Brandmeldeanlagen mit automatischen und nichtautomatischen Brandmeldern haben. Außerdem müssen sie über Alarmierungs- und Lautsprecheranlagen verfügen, mit denen im Gefahrenfall Besucher, Mitwirkende und Betriebsangehörige alarmiert und Anweisungen erteilt werden können.

§ 31 Rettungswege und Flächen für die Feuerwehr

Rettungswege auf dem Grundstück sowie Zufahrten, Aufstell- und Bewegungsflächen für Einsatzfahrzeuge von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten müssen ständig frei gehalten werden. Darauf ist dauerhaft und gut sichtbar hinzuweisen. Während des Betriebs müssen alle Türen von Rettungswegen unverschlossen sein.

§ 32 Besucherplätze nach dem Bestuhlungs- und Rettungswegeplan

Die Zahl der im Bestuhlungs- und Rettungswegeplan genehmigten Besucherplätze darf nicht überschritten und die genehmigte Anordnung nicht geändert werden. Der genehmigte Plans ist in der Nähe des Haupteingangs eines jeden Versammlungsraums gut sichtbar anzubringen.

§ 33 Vorhänge, Ausstattungen, Requisiten und Ausschmückungen

Vorhänge von Bühnen und Szenenflächen, Ausstattungen, Ausschmückungen und Besuchersitze müssen mindestens aus schwerentflammbarem Material sein, bei Requisiten reicht normalentflammbares Material.
Für Ausschmückungen in Fluren und Treppenräumen muss mindestens nichtbrennbares Material verwendet worden sein. Natürlicher Pflanzenschmuck darf nur so lange in Räumen sein, solange er frisch ist.
Brennbares Material muss von Zündquellen wie Scheinwerfern oder Heizstrahlern so weit entfernt sein, dass das Material durch diese nicht entzündet werden kann.

§ 35 Rauchen, Verwendung von offenem Feuer und pyrotechnischen Gegenständen

Auf Bühnen und Szenenflächen, in Werkstätten und Magazinen ist das Rauchen verboten. Dies gilt nicht für Darsteller und Mitwirkende auf Bühnen- und Szenenflächen während der Proben und Veranstaltungen, soweit das Rauchen in der Art der Veranstaltungen begründet ist.
In Versammlungsräumen, auf Bühnen- und Szenenflächen und in Sportstadien ist das Verwenden von offenem Feuer, brennbaren Flüssigkeiten und Gasen, pyrotechnischen Sätzen, Gegenständen und Anzündmitteln und anderen explosionsgefährlichen Stoffen verboten, Ausnahmen sind jedoch möglich, sofern dies mit der Feuerwehr abgestimmt wird. Die Verwendung pyrotechnischer Gegenstände muss durch eine nach Sprengstoffrecht geeignete Person überwacht werden.
Die Verwendung von Kerzen und ähnlichen Lichtquellen als Tischdekoration ist zulässig. Ebenso die Verwendung von offenem Feuer in dafür vorgesehenen Kücheneinrichtungen zur Zubereitung von Speisen.
Auf diese Verbote ist dauerhaft und gut sichtbar hinzuweisen.

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