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Erfolgreiches Live-Streaming von Events

Das kleine 1x1 der Live-Streams

Statt auf Messeparkett zu wandeln, sind die unentwegten Weiten des Internets jetzt das neue zu Hause von Event-Manager*innen. Das hat sicherlich auch Auswirkungen auf den Arbeitsalltag. Während viele beim Organisieren von traditionellen und Events auf langjährige Erfahrung setzen und für jede Eventualität gewappnet sind, ist das Live-Streaming von Events für viele Event-Manager*innen Neuland. Wir bringen Licht ins Dunkle und erklären, worauf es ankommt.

Die 3 Arten von Events für Live-Streaming

Live-Streaming ist für 3 Arten von Events relevant, dabei gibt es Unterschiede in der Verwendung und Handhabung.

Webinar - das Live-Streaming für ausgewählte Zuhörer*innen

Webinare sind meist kleine und persönliche Online-Events zur Vermittlung von konkreten Inhalten - ähnlich einem Workshop. Deutlich wird das schon aus dem Namen Webinar - zusammengesetzt aus “Web” und “Seminar”. Die Teilnehmer*innen registrieren sich vorab und die Themen bestehen meist aus Lerninhalten, kleinen virtuellen Workshops oder auch Vorstellung und Einführung neuer Themen. Die Teilnehmerzahl ist oft begrenzt, wobei es aber viele Feedbackmöglichkeiten wie Chats, Umfragen oder Fragerunden gibt, um die Teilnehmenden miteinzubeziehen.

Webcast - öffentliches Live-Streaming für ein Massenpublikum

Ein Webcast ist eigentlich wie Fernsehen - nur live im Internet. Das hat den Vorteil, dass so viele Menschen wie möglich zusehen können und kleine Interaktionsmöglichkeiten wie etwa Umfragen oder eine Kommentarfunktion gegeben sind. Es ist normalerweise eine klassische Bühnensituation, Informationen gehen meist nur in eine Richtung,

Plattformen wie YouTube, Facebook und Instagram bieten inzwischen die Möglichkeit zum Live-Streaming an ein öffentliches Publikum.

Hybride Veranstaltungen und Live-Streaming: das Beste aus zwei Welten

Hybride Veranstaltungen sind für viele noch Neuland. Im Kern des Konzepts steht eine klassische Präsenzveranstaltung, die allerdings entweder komplett oder teilweise live gestreamt wird. Das sorgt für eine höhere Reichweite und mehr Aufmerksamkeit für ein Thema - sogar weltweit, wenn gewünscht. Ein wichtiges Merkmal ist die Interaktivität – eine hybride Veranstaltung ohne Interaktivität ist nur ein Webcast. Um das Umsetzen zu können, sind Live-Streams der einzige weg, sie sind die “Brücke nach draußen”.

eBook Hybride Veranstaltungen

Welche Tools eignen sich am besten bei hybriden Events und worauf muss ich dabei besonders achten?

Was macht einen gutes Live-Streaming aus?

Wenn die Technik nicht stimmt, kann deine so gut geplante Veranstaltung schnell zum Misserfolg werden. Deine Besucher*innen werden schnell unzufrieden, wenn Ton, Aufnahmequalität oder Ausleuchtung nicht stimmen. Im schlimmsten Fall verlierst du deine Zuschauer*innen und hinterlässt einen unprofessionellen Eindruck. Um das zu vermeiden, solltest du wissen, worauf es ankommt:

So könnte beispielsweise der Auftritt eines DJ's während Corona live aussehen.

Aufnahmequalität

Zunächst die Mindestvoraussetzungen: Du brauchst eine gute Kamera, einen/e Mitarbeiter*in, der damit umgehen kann und sollten mindestens in HD, also 1280×720 Pixel streamen. Optimal und die heute gängigste Form ist das Streamen in Full HD mit 1920x1080. Dieses Format ist sehr angenehm fürs Auge und perfekt fürs Live-Streaming.

Wie du vielleicht schon am eigenen Leib erfahren hast, ist die Aufmerksamkeitsspanne im Homeoffice bei online gestreamten Veranstaltungen kürzer, als bei Präsenzveranstaltungen. Damit du deine Zuschauer*innen so gut wie möglich an den Live-Stream fesseln kannst, brauchst du natürlich vor allem guten, interessanten Content. Aber auch ein paar gestalterische Optionen stehen dir offen: Du kannst mit mehreren Kameras filmen und einen Szenen- und Perspektivwechsel anbieten. Das bringt deine Zuschauer aus dem Tunnelblick. Außerdem empfiehlt sich das sogenannte Streaming-Overlay: So kannst du Präsentationen direkt ins Bild einbinden, statt nur im Hintergrund laufen zu lassen. Das erleichtert das Mitlesen ungemein.

Ton

Die Audioqualität deines Live-Streams ist ungemein wichtig. Du hattest bestimmt schon mal ein Telefonat mit unzureichendem Empfang, oder? Wenn du verhindern willst, dass deine Zuhörer gleich “auflegen”, solltest du die Audioqualität im Auge haben. Gute Mikrofone sind die Grundlage. Wenn du mehrere Speaker hast, stell sicher, dass bei den Zuschauer*innen nicht zu viele unterschiedliche Lautstärken ankommen. Ein/e Tontechniker*in kann hier helfen und den Hörgenuss für die Zuhörer*innen um einiges verstärken.

Licht

Ein professionelles Live-Streaming kann von der richtigen Belichtung sehr profitieren. Wichtig ist es beispielsweise harte Schatten in den Gesichtern der Speaker*innen zu vermeiden. Softboxen und weiches Licht von vorn können hier sehr hilfreich sein.

Diese Fehler solltest du in deinem Live-Stream vermeiden

Live-Streams sind auch für viele erfahrene Eventmanager*innen Neuland. Wir haben Gregor Landwehr, CMO und Co-Gründer der Live-Streaming Plattform Contentflow gefragt, welche Fehler Live-Stream Neulingen bei hybriden Events oft unterlaufen: “Die meisten begehen den Fehler, dem Thema zu wenig Beachtung zu schenken. Viele sind es bei Veranstaltungen gewohnt, in den bekannten Kategorien zu denken. Jetzt kommt ein neues Thema dazu, welches genauso wichtig für das Gelingen der Veranstaltung ist wie andere Bereiche. Daher sollte man dem Thema Streaming auch diesen Stellenwert beimessen und es nicht nebenbei mitlaufen lassen. Denn wer eine Veranstaltung mit Live-Stream plant, muss dies auch bei Themen wie der Location oder dem Programm mit bedenken.”

Ein weiterer Fehler: Ein Live-Stream ist nicht mit dem Fernsehen gleichzusetzen. Schaffst du mit Live-Streaming Möglichkeiten, deine Zuschauer*innen zu Teilnehmer*innen zu machen: Chats, Live-Abstimmung oder ein Q&A oder Dialoge. Lass die Moderationen nicht außer acht und plane dafür Mitarbeiter*innen ein.

Live-Streaming ist kein Beiwerk einer Veranstaltung, es sollte schon von Anfang an in die Veranstaltung eingebaut werden. Bedenke das sowohl bei der inhaltlichen Planung, als auch bei der ausgewählten Location und der Kostenplanung.

Brauche ich einen professionellen Dienstleister für Live-Streaming?

Wenn du eine professionelle Veranstaltung planst, ist ein Dienstleister für Live-Streaming empfehlenswert. Betrachte es einmal von der Seite: Wenn du schon viele Ressourcen in die Planung und Umsetzung deiner Veranstaltung investiert hast, solltest du es nicht an einem Schlüsselpunkt wie dem Live-Streaming scheitern lassen.

Bild- und Tontechnik sind wie schon erwähnt extrem wichtig für die Qualität deines Live-Streams. Ein Dienstleister ist eine hervorragende Möglichkeit, wenn du keine eigenen Bild- oder Tontechniker verfügbar hast. Auch Troubleshooter, also ein technischer Support für Speaker*innen gehört oft mit zum Angebot und sorgt dafür, dass du in stressigen Momenten ruhig bleiben und den Überblick behalten kannst. Das Hosting kann ebenfalls von einem professionellen Dienstleister für Live-Streaming übernommen werden und du musst dir darüber weniger den Kopf zerbrechen.

Wir von MATE arbeiten beim Live-Streaming mit unserem Partner Contentflow zusammen, der diese Art von Unterstützung auch für deine Veranstaltung bietet. Mit einem professionellen Dienstleister wie Contentflow kommst du dem Ziel, ein reibungsloser Live-Stream, der die Veranstaltung erfolgreich macht, erheblich näher. Gregor Landwehr dazu: “Wir helfen Veranstaltern an Ihrem großen Tag unnötigen Stress zu vermeiden und fungieren als Ansprechpartner für alle Streaming belange. So können sich Veranstalter um Ihre Gäste und Inhalte kümmern”.

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Was kostet ein Live-Stream?

Die Kosten von Live-Streaming hängen ganz klar von Umfang deiner Veranstaltung ab - pauschal ist diese Frage also schwer zu beantworten. Wir haben sie Gregor Landwehr trotzdem gestellt: Ein Konzertabend mit tausenden Zuschauern*innen und aufwändiger Kameratechnik und Lichttechnik ist natürlich aufwändiger und teurer im Live-Stream als der Streams eines einzelnen Vortrags mit einem Redner. Daher ist ein Durchschnittswert nicht sonderlich aussagekräftig.

Als grobe Orientierung kann man sagen, dass die Kosten für einen professionellen Live-Stream bei wenigen hundert Euro beginnen, bei einem etwas aufwändigerem Setting im mittleren vierstelligen Bereich liegen und bei komplexeren Produktionen auch deutlich darüber. Das sind nur grobe Werte, da die tatsächlichen Preise sehr stark von den konkreten Anforderungen abhängen.

Fazit:

Live-Streaming ist ein Schlüsselthema für den Erfolg von hybriden und virtuellen Veranstaltungen. Die Qualität der Umsetzung beeinflusst direkt den Eindruck, den die Online-Teilnehmer*innen von Ihrem Event haben. Sind Bild und Ton schlecht, wirst du deine Zuschauer*innen nicht beim Thema halten können. Gute Dienstleister*innen bieten Hilfestellung bei der Umsetzung deines Live-Streams.

Von Anne Brünnert

Content-Management Freelancer mit Vorliebe für digitale Themen, agile Projekte und mit Bühnenerfahrung.

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